Erinnerungen an Alexander Schmorell

//Erinnerungen an Alexander Schmorell

Erinnerungen an Alexander Schmorell

14,90 

Dieses Buch, das zum Anlass von Alexander Schmorells 100. Geburtstag erscheint, betrachtet dessen Liebe zu Literatur, Theater und Bildhauerei näher. Erstmals veröffentlichte Dokumente und Fotos aus dem Nachlass seiner Schwester Natalie Lange – geborene Schmorell – und seiner Tante Antonie Hoffmann werfen ein neues Licht auf die künstlerische Seite des jungen Alexanders im Schatten des Widerstands.

 

Produktinformation

€ 14,90 [D]
Erschienen am 01.11.2017
94 Seiten, Hardcover
ISBN: 978-3-9813380-3-4

Artikelnummer: 000384072 Kategorie: Schlüsselworte: ,

Beschreibung

Alexa Busch

Alexa Busch, Nichte Alexander Schmorells, Gründungs- und Kuratoriumsmitglied des Weisse Rose Institut e.V., ist Herausgeberin und Autorin der Memoiren ihrer Mutter Natascha an ihren Bruder. Sie initiierte und realisierte die Veröffentlichung, die unter Mitarbeit von Dr. Florian Mayr (Autor), Dr. Brigitte Zuber (Autorin), Dr. Anne-Barb Hertkorn (Redaktion) und Sebastian Offergeld (Gestaltung) anläßlich des Centenniums von Alexander Schmorell im Buchfeld-Verlag erscheint. Eine besondere editorische Leistung liegt in der erstmaligen Übertragung der stenografischen Übersetzungen russischer Autoren durch Alexander Schmorell.

Hintergrund:

Alexander Schmorell, am 16. September 1917 in Orenburg, Russland geboren, gehörte zum Freundeskreis der „Weissen Rose“. Zusammen mit Hans und Sophie Scholl, Christoph Probst, Willi Graf, Hans Leipelt und Prof. Kurt Huber engagierte er sich für den studentischen Widerstand in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus. Ihre sechs Flugblätter richten sich gegen die bedingungslose geistige Unterwerfung unter die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und sind zum Symbol für Mut und Freiheitsliebe geworden.

Dieses Buch, das zum Anlass von Alexander Schmorells 100. Geburtstag erscheint, betrachtet dessen Liebe zu Literatur, Theater und Bildhauerei näher. Erstmals veröffentlichte Dokumente und Fotos aus dem Nachlass seiner Schwester Natalie Lange – geborene Schmorell – und seiner Tante Antonie Hoffmann werfen ein neues Licht auf die künstlerische Seite des jungen Alexanders im Schatten des Widerstands.

Leseprobe:

Kunststudien

Wir waren immer davon ausgegangen, dass Schuriks eigentliche künstlerische Begabung im Zeichnen und in der Bildhauerei lag, der er sich seit 1941 intensiv zugewandt hatte.
Im Mai 1941 begann Alexander zu zeichnen, zuerst mit Aktstudien. Nach ein paar Wochen besuchte er die private Zeichenschule von Heinrich König „Die Form“ in der Leopoldstraße 61. Er ging regelmäßig dorthin. Sehr einfühlsam beschreibt Lilo Fürst ihr erstes Zusammentreffen mit Ale­xander in ihrem Buch „Freundschaften in der Weißen Rose“. Zahlreiche Zeichnungen und Zeichenstudien von Lilo und Alexander haben sich aus dieser Zeit erhalten. Die Zeichnung eines Pferdekopfes hatte er einem Brief an seine Schwester aus Gshatsk beigelegt.

Im April 1941 erwähnte er zum ersten Mal den Wunsch, Bildhauer zu werden. Zuhause richtete er sich eine kleine Werkstatt ein, baute sich eine Töpferscheibe, besorgte Ton und begann mit ersten Versuchen. Die Hände der Njanja waren sein erstes Werk. Stolz erwähnte er das Lob des Vaters, zu dem er immer ein inniges Verhältnis hatte.
Er stürzte sich in die Arbeit und empfand es als größtes Glück: „Ich nehme von vornherein so viel Ton, als notwendig ist, und forme, knete mit den Händen, den Fingern die Profile. Einzig und allein dadurch kann der Gedanke, der seinen Weg ja durch die Hände und Finger nehmen muss, in dem Geformten lebendig werden. Auf diesem Wege wird – vielleicht mal –der Funke des Lebens, des Beseelten, auf das Werk überspringen. Dann ist das Ziel erreicht….“.